Der Wirt als Bäcker

Der Duft aus der Küche, das Krachen der knusprige Kruste, der weiche Kern auf der Zuge – selbstgebackenes Brot ist wahrlich ein Geschmackserlebnis.

Aus der Küche ins Körberl: In einigen Mitgliedsbetrieben der Niederösterreichischen Wirtshauskultur wird das Brot selbst gebacken – mit Sauerteig, Fingerspitzengefühl und sehr viel Kreativität.

Haben Sie schon einmal ein Kartoffelnussbrot, ein Blunzbrot oder ein Kamutfrüchtebrot probiert? Diese Brotspezialitäten finden Sie nicht etwa in einer Bäckerei, sondern in niederösterreichischen Wirtshäusern, die ihr Brot selbst herstellen. Bei einigen Wirten hat die hauseigene Bäckerei schon eine lange Tradition, vor allem bei jenen, die neben dem Gasthaus noch eine Landwirtschaft betreiben und das Getreide erfrischend regional gleich selbst weiterverarbeiten.

Selbst ist der Wirt

Mehrheitlich haben die Wirte das Backen für sich wiederentdeckt – teils weil es nicht mehr so viel Bäckereien am Land gibt, aber auch weil das selbst gemachte Brot halt besser schmeckt als die gelieferten Fertigprodukte. Bis man in die Geheimnisse des selbstangesetzten Sauerteigs eingedrungen ist, mag etwas dauern, doch die Ergebnisse sprechen für sich selbst. Und falls Sie auf den Geschmack auf Dirndlbrot, Paradeiserbrot oder Buchweizen-Maisbrot gekommen sind: Manchmal kann man einen Laib auch mit nach Hause nehmen!